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Die DPA verbreitet im August 2003 eine Meldung über die
„Gesundheitsinitiative Löffelabgeben“, die bundesweit aufgegriffen wird.
Davon zeugen Briefe und Anrufe aus allen Teilen Deutschlands. Auch der
Christian Stein ist darunter, der mit seinem Aufruf Furore gemacht
hatte, Kanzler Helmut Schröder das letzte Hemd zu schicken. Er beteiligt
sich jetzt im Internet an der Löffelsammelaktion und sorgt dafür, dass
das Thema in den Medien weiter seine Runde macht. Schlagzeilen macht
Rudolf Kley auch mit seinem
Apo-Mopp auf dem Deutschen Apothekertag. (Der Begriff leitet
sich vom Flash-Mob ab.) Es ist ein Happening und ein - im wahrsten
Sinne des Wortes - lauter Protest gegen die geplante Gesundheitsreform,
gegen die Folgen dieser verfehlten Gesundheitspolitik. Christian Stein ist
Mitglied der Pro-Bürger-Partei. Als die Pro-Bürger-Partei in Duisburg
einen Kreisverband gründet, tritt Rudolf Kley dieser Partei bei und wird
ihr Oberbürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl 2004. Aus dem Stand
heraus zieht die Partei in fünf der sieben Stadtbezirksparlamente ein
und erringt zwei Ratsmandate. Rudolf Kley kommt mit seinem Ergebnis nahe
an das des Oberbürgermeisterkandidaten der FDP heran. In seinem
Wahlbezirk wird er sogar Dritter nach SPD und CDU. Kurz nach der Wahl
kommt es zum Eklat zwischen dem Kreisverband und der Bundespartei, weil
Bundesparteitagsbeschlüsse vom Bundesvorstand nicht umgesetzt werden. Die Mandatsträger
verlassen die Pro-Bürger-Partei und gründen die Bürger Union 2004.
Die Entscheidung, sich politisch zu betätigen, gärte schon lange. Dies
kann man an Rudolf Kleys Bemühungen, eine
Gesundheitsschutzpartei zu
gründen, ablesen. Die Resonanz auf seine Aufrufe war aber
unbefriedigend. Der Entschluss, der Pro-Bürger-Partei beizutreten, wurde
auch durch den Wunsch herbeigeführt, Einfluss auf die lokale Politik
nehmen zu wollen. Gegen den Wunsch viele Meidericher Bürger war nämlich
der Wochenmarkt in Meiderich auf einen anderen Platz verlegt worden.
Dies führte zur Gründung der „Initiative Markt zurück“ und der
„Marketing Initiative Meiderich“. Um jeder Verwechslungsgefahr
vorzubeugen wurde die „Pro Bürger Post“ in „Buerger-Klick.de“ umgetauft
und die entsprechende Domäne eingerichtet.
Der Ausgang der Kommunalwahl in Duisburg zugunsten der CDU wurde auch
durch das Scheitern des Urbanum Projektes entschieden. Die Mercatorhalle
in Duisburg sollte durch einen Gebäudekomplex mit Spielkasino ersetzt
werden, dessen Finanzierung an fehlenden Mietinteressenten scheiterte.
Jetzt wird das Projekt in abgewandelter Form umgesetzt, obwohl neue
Entwürfe von vielen Architekten als architektonisch bessere Lösungen
eingestuft worden waren und auch der Rat zu anderen Entwürfen tendierte.
Der Rat der Stadt Duisburg musste sich aber dem Ultimatum der
Betreibergesellschaft des Kasinos beugen. Trotz fehlender Verträge wurde
unter der Oberbürgermeisterin Zieling das Innere der Mercatorhalle durch
die Entnahme von Inventar unreparabel verwüstet, so dass die Stadt jetzt
erpressbar geworden war. Rudolf Kley war bei der
Abrissparty nach der
Mercatorhalle das am meisten fotografierte „Objekt“.
Die Mercatorhalle mit einem Bestandswert von 71 000 000 DM wurde für ein
Projekt geopfert, das den Duisburger Bürgern jährlich mindestens 5 000
000 € kostet, abgesehen vom Grundstücksopfer. Dies hat zumindest
vorübergehend die Bemühungen von Rudolf Kley gedämpft, den Förderverein
für Duisburger Fördervereine „alleDu.de“ zu gründen.
Die Abgeordneten der NPD im Dresdener Landtag haben durch ihr Verhalten
– sie verweigerten das Gedenken an Nazi und Kriegsopfer- ein ungeheures
Medienecho erzeugt. Das Gedenken an den Holocaust und die
menschenverachtenden Bombenabwürfe auf die Dresdener Zivilbevölkerung
wurden so mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt
hat, als es der 60. Jahrestag allein vermocht hätte.
Dies hat Rudolf
Kley zu einem Mahnmal für die Opfer in Dresden inspiriert.
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