| Warum?
„Ausverkauf von Kinderseelen"
ist die Zusammenfassung
meiner subjektiven Eindrücke, nicht das Ergebnis einer eigenen
wissenschaftlichen Arbeit. Diese Formulierung ist ein emotionaler
Aufschrei, der sich merkwürdigerweise auch in dem Bild wiederspiegelt.
Der gelbe Bereich rechts oben erinnert mich selbst an den „Schrei"
des norwegischen Malers Munch. Merkwürdig deshalb,
weil meine Bilder ja so entstehen, dass ich zunächst mit großzügiger
Geste etwas auf den Bildgrund schreibe, in diesem Fall „Die Seelen der
Kinder", und dann die durch Überschneidung der Buchstaben entstehenden
Felder fast bilderbuchmäßig ausmale. Spontane Ergänzungen lasse ich
natürlich zu. Schließlich
geht es mir auch um die Freude am Malen und an den Farben. Das mache ich
schon seit über 10 Jahren so und nenne das Ergebnis
NAMEART.
„Ausverkauf von Kinderseelen":
Kinder werden auf die
unterschiedlichste, und nicht immer sofort augenfällige Weise benutzt,
ausgebeutet und missbraucht. Einzelschicksale werden so aufbereitete,
dass sie die Zeitungsauflage oder Zuschauerquoten erhöhen.
Kinder sind Spielball der Werbung. Ihr Vermögen an
Taschengeld ist beträchtlich und ihr Einfluss bei dem Kauf von Kleidern
etc. auf die Eltern groß. Sie werden umworben, weil Eltern ihnen aus
einem schlechten Gewissen heraus Geld geben und dies mit Liebesbeweisen
verwechseln. Woanders werden sie als Soldaten in
den Krieg geschickt oder werden zu Bombenopfer. Kinder ernähren durch
Kinderarbeit die Familie, auch durch Prostitution. Kinder gehen
tatsächlich in den Untergrund, leben in der Kanalisation. Kinder sterben
an AIDS. Oder an Krankheiten, für deren Heilung es heute schon
Medikamente gibt. Diese Liste lässt sich fast unendlich fortsetzten.
Wofür haben wir Erwachsene eigentlich unsern Verstand?
Was verstehen wir denn unter der Zukunft unserer Kinder? Wo fängt
Verantwortung an? Wo sind unsere Wertvorstellungen? Wer ehrenamtlich
tätig ist, wird ausgelacht. Wer im Sinne des Patienten- oder
Verbraucherschutzes abrät, statt zu verkaufen,
erhält gute Ratschläge, warum er doch mehr verkaufen sollte. In welcher
Welt leben wir eigentlich?
Die Grafik „Die Seelen der Kinder"
wurde von mir entwickelt, weil sie auf das „Tu(e)-Gutes-Projekt!"
aufmerksam machen soll. Spender
größer Beträge für Kinder in Not belohne ich auf Wunsch gerne mit einem
Bild aus meinem Guinnessrekordwerk (Sie müssen von diesem Angebot
allerdings erst einmal erfahren und können sich ihr Bild auf meiner
Webseite www.tu-gutes-projekt.de
aussuchen!)
Bei Beträgen von 10 oder 20 DM, die vollständig und
zweckgebunden Kindern in besonderen Notlagen helfen, kann sich wirklich
jeder ein Stück dieses inzwischen schon geschichtsträchtigen Werkes -
der Name beweist dies schon: "1100 Meter Stattgeschichte"- leisten, wenn
er Gutes tun will.
Man kann die Grafik als Indiz für seine gute Tat an
die Wand hängen oder verschenken. Originell und einzigartig ist das Werk
allemal. Man kann das Bild aber auch in Ruhe betrachten, meditieren und
über seinen Ursprung nachdenken.
Vielleicht hilft die Grafik dann dabei,
dass wir alle endlich zur Besinnung kommen und der Wahnsinn aufhört.
Rudolf Kley, Meiderich,
8. August 2001
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