So fing es mit "www.loeffelabgeben.de" an  

 

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  loeffelabgeben.de
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Guinnessrekordbild
 
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Steuern Sie schon heute freiwillig Löffel zu einem pharmazeutischen Kunstobjekt bei. Nach der nächsten Gesundheitsreform müssen auch Sie Ihren " Löffel vielleicht vorzeitig abgeben"!

Für silberne Löffel gibt es als Gegenwert die Grafik: "Die Gesundheitsreform mit Weisheit löffeln!"

 

Kritik kam auch von Ärzten, Apothekern und Pharmaindustrie. Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Hans-Günter Friese, erklärte, "radikale Wettbewerbsmechanismen würden das Gesundheitswesen in die Versorgungs- und Kostenkatastrophe führen." Der Einheitspreis für Medikamente diene dem Verbraucherschutz. Die Internet-Apotheke berge große Risiken.

Diese Abbildung zeigt den Gründer der Gesundheitsinitiative "www.loeffelabgeben.de" Rudolf Kley mit einer Schüssel Eislöffel und div. eingetauschten Löffeln. Im Hintergrund links die Apothekenzeitschrift "Gesundheit" mit einem Beitrag zum Thema "Angst". Das Foto ist zur honorarfreien Veröffentlichung freigegeben. Bei Klick auf das Foto klicken öffnet sich das Originalfoto zum Abspeichern
Unterstützen Sie diese Initiative bitte dadurch, dass Sie selbst zur "Löffelsammelstelle" werden. Klicken Sie auf das nebenstehende Plakat und laden Sie sich für den Ausdruck das Bild herunter!

 

Mit solchen Pressemitteilungen machte Rudolf  Kley auf seine "Löffeltauschaktion" aufmerksam.

Das Gesundheitswesen ist schachmatt!

 

Damit die nächste Partie nicht in die Hose geht, schickt der Meidericher Apotheker und Maler Rudolf Kley jetzt Hähne ins Rennen. Die Hähne sollen die gegnerischen Bauern aufmischen und den König schlagen. Ob der wieder Seehofer heißen wird? Für Gesundheitsminister Seehofer hatte der Aktionskünstler bereits 1993 einen 2 km langen Beschwerdebrief aus Patientenunterschriften zusammengestellt. Wenig entzückt wedelte zuvor (1988) schon Norbert Blüm in der Tagesschau mit dem von Kley entworfenen Handzettel „Wer jetzt krank wird, kann sich gleich erschießen!" herum. Der Apotheker belässt es aber nicht bei der Kritik. Besser machen soll es bereits 2006 die Gesundheitsschutzpartei „PAGS" (Partei für Arbeit, Gesundheit und Soziales, siehe auch „www.pags-partei.de")
Die alten Meidericher waren am ganzen Niederrhein als Streithähne bekannt. Daran erinnert noch heute die Hahnskulptur auf der Von-der-Mark-Straße in Duisburg-Meiderich. Dieser Hahn hat bei einer Serie von Grafiken Pate gestanden, die Rudolf Kley jetzt - wo er geht und steht- gegen Löffel eintauscht. „Niemand muss deshalb in meine Apotheke kommen! Ich habe immer einen Hahn in meiner Tasche!"
Ein „Löffelamulett" soll den faulen Zauber angekündigter Gesundheitsreformen und alle bösen Geister im Gesundheitswesen zur Bundestagswahl 2002 beschwören. Die Krankenkassen fordern z.B. auf dem Apothekensektor die Aufhebung des Fremd- und Mehrbesitzverbotes, Versandhandel und prozentuale Zuzahlung der Patienten bei Arzneimitteln, um nur einige dieser Geister beim Namen zu nennen. Mit 7,7 Millionen Unterschriften hat die Bevölkerung gerade „NEIN DANKE!" zu dem Versandhandel gesagt, da setzen die Kassen noch eins drauf, statt durch Rationalisierung in der Verwaltung, Öffnung des Versicherungsmarktes in Richtung EU und sparsamere Haushaltung bei Gebäuden und Gehältern zu glänzen.
7,7 Millionen Unterschriften. Damit allein ist es nach Ansicht des Apothekers nicht getan. Schon vor der Ankündigung der Unterschriftenaktion hatte Rudolf Kley angefangen, Löffel zu sammeln. Die Patienten sollen aufgrund solcher und anderer haarsträubender Vorschläge ihren Löffel nicht vorzeitig abgeben müssen. Jetzt kommt langsam der Endspurt. Der Tausch signierter Hahn (inklusive Rahmen, siehe Foto) gegen Löffel (er darf ruhig aus Silber sein) soll dem „Medizin-Mann" die für das Amulett notwendige Anzahl Löffel sichern. Wenn es hilft, ist der ehemalige Tanzsportler sogar bereit, für die Beschwörungszeremonie einen „Affentanz" einzustudieren oder einen echten Schamanen anzuheuern. Zu Lebzeiten hätte er Josef Beuys gefragt. Mehr unter „www.loeffelabgeben.de".
 

 

Bundesweite Aktion gegen das Vorschaltgesetz:

Weihnachtskarten an Ulla
Schmidt


Experten sprechen es aus: bis jetzt waren nur die
Krankenkassen im Minus, seit gestern sind es auch die
Patienten mit ihrer Gesundheit. Auch die
angekündigte Gesundheitsreform verheißt nichts
Gutes.

 

 

 

 

 

Die Gesundheitsinitiative "www.loeffelabgeben.de" bringt es
auf den Punkt! Mit Weihnachtskarten. Motto: "Die Gesundheit
lässt grüßen. Das ganze Jahr über Weihnachten mit Ulla
Schmidt." Dargestellt ist Ulla Schmidt als Weihnachtsmann, der
die Löffel der Patienten einsammelt. Eine ganz aktuelle
Ansichtskarte aus der Apothekenlandschaft. Wer Ulla Schmidt
noch zu Weihnachten gratulieren möchte, kann sich diese Karte
unter "www.pags-partei.de" aus dem Internet herunterladen.
Verschicken kann man dann die Karte das ganze Jahr über.

   

Pressemitteilung vom 28. Mai 2002



Heute Verzicht auf
Achtungserfolg, morgen
Regierungspartei?



Die Entscheidung ist gefallen. Die Partei für Arbeit, Gesundheit und Soziales – SilbentrennungSilbentrennung -
tritt noch nicht zur Bundestagswahl 2002 an.

„Die Resonanz bei den Ärzten ist gut“, so Initiator Rudolf Kley. „Durch den Verzicht
auf einen Achtungserfolg jetzt werden die Erfolgsaussichten für die Bundestagswahl 2006
größer. Jede Apotheke, jede Praxis hat die große Chance, nach der Wahl ihren Patienten 4
Jahre lang klar zu machen, wer was wie im Gesundheitswesen besser machen kann.
Unlauter ist das nicht, schließlich haben in der Vergangenheit auch Pfarrer Partei
ergriffen.“

Einige Forderungen lassen sich kurz zusammenfassen: Keine Rosinenpickerei im
Gesundheitswesen, kein Arzneimittelversandhandel. Die neue Krankenhausfinanzierung
ist ein Experiment mit ungewissen Ausgang und muss in der beabsichtigten Form
zurückgenommen werden. Eine Ausbeutung von Ärzten und nichtärztlichem Personal in
Klinik und Ambulanz kann nicht länger toleriert werden! Das Geld der Versicherten muss
für ihre medizinische Versorgung ausgegeben werden und darf nicht wie bisher für die
Finanzierung zahlreicher versicherungsfremder Leistungen missbraucht werden! Arzt- und
Facharztpraxen müssen existenzfähig bleiben. Das Wahlprogramm der PAGS wird
umfassende Lösungen aufzeigen.



Anmerkungen.

Von der angestrebten Umstellung auf ein DRG-basiertes Fallpauschalensystem gehen
erhebliche Risiken für die bedarfsgerechte stationäre Versorgung der Patienten aus.

Durch die
Profitorientierung der Krankenhäuser geht deren soziale Schutzfunktion verloren. Kleine
Krankenhäuser, besonders in ländlichen Regionen sind nicht überlebensfähig. Die
wohnortnahe Versorgung der Menschen wird zerstört. In den Krankenhäusern müssen im
ärztlichen Bereich kurzfristig zusätzliche 15.000 neue Stellen geschaffen und eine humane
Arbeitzeitregelung eingeführt werden. Der drohende Ärztemangel muss verhindert werden,
insbesondere in Ost-Deutschland. Die Beiträge zur Krankenversicherung dürfen nicht in Form
eines "Verschiebebahnhofs" zur Sanierung anderer Sozialkassen, insbesondere der
Rentenkasse und der Arbeitslosen-Versicherung, und für andere, versicherungsfremde
Leistungen missbräuchlich verwendet werden. (z.B. Mutterschaft, Schwangerschaft, Sterbegeld,
beitragsfreie Versicherung bei Erziehungszeiten)

Nur so und durch andere Formen der Finanzierung unseres Gesundheitswesens lassen sich in
Deutschland englischen Verhältnisse verhindern! (Anspielung auf dramatischen
Versorgungsengpässe in staatlichen Gesundheitssystemen wie in England. Menschen sterben,
weil sie keinen Operationstermin bekommen.)

Kontaktanschrift Rudolf Kley, Bahnhofstr. 134, 47137 Duisburg, Tel 0203/442999, Fax 0203/443631,

E-Mail info@loeffelabgeben.de

www.pags-partei.de


 

Aufheben will der Sachverständigenrat die Preisbindung der zweiten Hand für nicht verschreibungspflichtige Präparate. Für die "Unterbindung jedes Preiswettbewerbs zwischen Apotheken" gebe es keine medizinischen, sozialen oder ökonomischen Gründe. Wille erlaubte sich den Vergleich des Arzneimittels mit Schokolade. Nachdem die Preisbindung gefallen sei, habe Schokolade nur noch die Hälfte gekostet. "Es sei nicht einzusehen, dass "Aspirin von Freilassing bis Flensburg den gleichen Preis aufweist", betonte Gutachter Eberhard Wille. Allerdings blieb Wille die Erklärung schuldig, wie er zu einem Vergleich zwischen dem Genuss von Schokolade und der Einnahme von Arzneimitteln kommt. Diese Maßnahme würde den Preiswettbewerb bis zum Hersteller fördern, und eine weitere Milliarde ersparen.

Nach Ansicht von Rudolf Kley gehören solche Ansichten zu einem Kamikaze Gesundheitsprogramm. Die Bevölkerung muss vor Politikern geschützt werden, die z.B. bei Preisvergleichen keinen Unterschied zwischen Arzneimitteln und Süßigkeiten, insbesondere Schokolade, wahrnehmen. Arzneimittel sind schon nach dem Gesetz keine Geschmackssache. (siehe Contergan!) Hier werden Bremse und Gaspedal verwechselt, die Volksgesundheit in den Abgrund gefahren.
Alle Parteien, die ein solches Programm unterstützen, kann man nur in selbstmörderischer Absicht wählen.


Damit die Patienten aufgrund solcher Vorschläge ihren Löffel nicht vorzeitig abgeben müssen, sammelt der Duisburger Apotheker und Maler Rudolf Kley die Patientenlöffel schon heute ein. Er bittet auch Kollegen und Ärzte diesbezüglich um Unterstützung. Ein - von vorneherein Guinnessrekordverdächtiges - Löffelbild zur nächsten Bundestagswahl soll den faulen Zauber beschwören. Die Löffel tauscht Rudolf Kley gegen Eislöffel ein - zum Schutz vor der Eiszeit im Gesundheitswesen. Für silberne Löffel gibt es die Grafik "Die Gesundheitsreform mit Weisheit löffeln!"

Proteste des Apothekers gegen die Willkür der Gesundheitsreformen haben Tradition. 1988 hat bereits Norbert Blüm in der Tagesschau mehr oder weniger verzückt mit dem von Kley entworfenen Handzettel „Wer jetzt krank wird, kann sich gleich erschießen!“ gewedelt und für Gesundheitsminister Seehofer hatte der Aktionskünstler 1993 einen 2 km langen Beschwerdebrief aus Patientenunterschriften zusammengestellt.

 

„MSV-Löffel“ sichert Arzneiversorgung

  Der MSV, sprich Meidericher Spielverein, seit 1967 auch als Bundesligist MSV-Duisburg bekannt, wird 2002 100 Jahre alt. Helmi Sternagel  ist der wohl bekannteste MSV Fan und gerade 75 Jahre jung geworden . Zur Hundert Jahr Feier ihres Vereins wollte man ihr Wohnzimmer, selbst das reinste MSV-Museum, für eine Ausstellung (2.5. bis zum 28.9.2002) ins  Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg verfrachten. Dagegen hat sie sich gerade noch wehren können : „Alles können Sie haben, nur nicht meine Möbel“ Von ihrem Löffel dagegen hat sie sich gerne getrennt. Im Rahmen einer besonderen „Pharmazeutischen Betreuung“ hat  Apotheker Rudolf Kley den Löffel jetzt bei ihr abgeholt. Natürlich ist es im Jubiläumsjahr ein ganz besondere Löffel. 21 MSV-Spieler haben das mit MSV-Symbolen reichlich verzierte Löffelbrett unterschrieben. „Das ist für meinen Apotheker!“ war die knappe Begründung  des prominenten Fans. „Der braucht das, sonst bricht die Arzneiversorgung zusammen.“  

Zur Erklärung: Diesen Löffel benutzt Apotheker Rudolf Kley u.a. als Ausrufezeichen, um auf die Gefahren des Versandhandels mit Arzneimitteln hinzuweisen.

Kontakt Rudolf Kley, Tel 0203/442999. Die Bilder, die die Übergabe des Löffels im Wohnzimmer zeigen, können zur kostenfreien Veröffentlichung heruntergeladen werden. Belegexemplar erbeten. (links Rudolf Kley, rechts Helmi Sternagel, in der Mitte der "MSV - Löffel")  

Nicht der Teufel, die Löffel sind im Gesundheitswesen los!
ungekürzte, erste Fassung

 

 
Jetzt kommt es auf die Geschlossenheit und viele Einzelaktionen unseres Berufsstandes an. Deshalb stelle ich Ihnen die Gesundheitsinitiative www.loeffelabgeben.de als Ergänzung zur „Initiative pro Apotheke“ vor und lade Sie alle zur Teilnahme an dieser Aktion ein. Bitte senden Sie noch heute Ihren Löffel an Rudolf Kley, Bahnhofstraße 134, 47137 Duisburg. Fragen Sie bitte auch in Ihrer Bekanntschaft, Verwandtschaft und Kundschaft nach Löffeln.
ABDA durch viele Einzelaktionen helfen!
Die ABDA wehrt sich. Zu spät, denken viele. Doch diese Kollegen sollten sich selbst an die Nase fassen. Mit welchen Aktionen sind sie in der Vergangenheit persönlich für die Stabilität unseres Systems eingetreten? Die ABDA gibt uns jetzt endlich die Gelegenheit, dies geschlossen zu tun. Wir brauchen aber auch eine Vielzahl von Einzelaktionen. Solange sie aus sich heraus erklärbar sind und es um die gleichen Ziele geht, irritieren sie jedoch nicht die Öffentlichkeit, sondern erhöhen den Aufmerksamgrad für unser Anliegen. Es ist gleichermaßen wichtig, dass wir für unsere gesundheitspolitischen Gegner nicht vollends berechenbar sind und die ABDA auch nicht meinen muss, über unsere Köpfe hinweg einfach alles mit der großen Politik vereinbaren zu können. Umsatzschwache bis mittelgroße Apotheken dürfen nicht das Bauernopfer sein.
Wie der Name der Initiative „Pro Apotheke“ schon sagt, konzentriert sich auf diese Initiative auf die Apotheke. Sie verzichtet dabei auf jede Unterstützung durch andere Gesundheitsberufe indem sie kein Identifikationspodium für andere schafft. Warum soll der Arzt ein Plakat „Pro Apotheke“ aufhängen? Sie bezieht auch nicht die Betroffenheit der Patienten mit ein. Kein Patient wird uns ansprechen: „Haben Sie mal ein Plakat für mich, ich möchte es auch im Laden um die Ecke aufhängen.“ „Pro Apotheke“ hat vordergründig überhaupt nichts mit den Patienten zu tun. Um so höher ist der Erklärungsbedarf, wenn wir Patienten endlich zu Fragen provoziert haben. Wodurch? Dies bleibt eben unser Eigeninitiative überlassen. Wir sollten bei der anstehenden Problematik allerdings hochmotiviert sein. Ansatzpunkt kann die Bitte an den Patienten um seine Unterschrift sein. Er wird sicher mehr darüber wissen wollen, warum er unterschreiben soll.
Keine Angst vor Politikern
Solche Unterschriftenaktionen hätte es bereits früher geben müssen. (Bild) Zur Demonstration unseres Sachverstandes und unserer Öffentlichkeitsmacht. Kein Mensch wirft den Gewerkschaften vor, dass sie ihre Interessen vertreten oder sich jetzt - wie VERDI- sogar in die Gesundheitspolitik einmischen. Wenn wir uns jetzt im eigenen Interesse zu Wort melden, weil der Versandhandel den Wettbewerb verzerrt und unsere Existenz bedroht, und dazu noch die Interessen der Bevölkerung vertreten, weil der Versandhandel z.B. auch die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit allen Arzneimitteln gefährdet, können uns Vorwürfe, wir dächten z.B. nur an unseren Gewinn, überhaupt nicht treffen. Vor Politikern und ihren Argumenten sollten wir also wirklich keine Angst haben und nicht zu Kreuze kriechen, wie man es in der Vergangenheit leider oft von der ABDA annehmen musste. (Wenn man sich in der Politik selbst klein macht, hauen die anderen doch nur noch mehr drauf.) Vergessen wir die Ohnmacht, mit der wir schon genug fragwürdige politische Entscheidungen hinnehmen müssen. Lassen Sie uns gemeinsam mächtig werden.
Gesundheitsberufe müssen sich verbünden!
Dabei sollte man allerdings auch über den Tellerrand sehen und sich auch mit dem Problemen anderer Gesundheitsberufe befassen. Wir werden sonst gegeneinander ausgespielt. Unsere gemeinsame Handlungsbasis ist das Wohl des Patienten, aller Patienten. Das medizinisch Notwendige muss weiter im Zentrum unser aller Bemühungen stehen. Die Aufteilung in Grundversorgung und Wahlleistungen halte ich für sehr gefährlich. Ist das medizinisch Notwendige aus dem Beitragsaufkommen in naher Zukunft nicht mehr für alle bezahlbar, müssen andere Geldquellen aufgetan werden, z.B. Gesundheitssteuern mit Befreiungsmöglichkeiten für die, die die Prävention ausreizen, die erheblich verstärkt werden muss. Das Suchen nach oft nur scheinbaren Wirtschaftlichkeitsreserven und das Auspressen des System, bis wirklich alles menschliche heraus ist, hilft uns in der Sache nicht weiter. Es gehört vielmehr zu den Täuschungsmanövern der Politikern, die sich so von einer Wahl zur nächsten hangeln wollen, anstatt es einmal mit der Weitsicht bei Problemlösungen zu probieren.
Die Gesundheitsinitiative „www.loeffelabgeben.de“
Diese Initiative enthält viele Elemente, mit denen sich Angehörige aller Gesundheitsberufe identifizieren können und gibt den Assoziationen breiten Raum. Wer will schon vorzeitig den Löffel abgeben oder gerne etwas hinter die Löffel bekommen? Warum sollen wir jede Suppe auslöffeln, die uns die Gesundheitspolitiker einbrocken? Es geht nicht nur um Arzneimittel, es geht um die Teilnahme am Fortschritt der Medizin. Es geht uns eben alle an. Alle, die wir unsere augenblickliche Betroffenheit darauf zurückführen mögen, dass wir Leistungserbringer in unserem Gesundheitswesen sind, können morgen selbst schon Patient sein. Es ist also überhaupt keine Frage, auf welcher Seite wir stehen! Wir sind alle betroffen. Heute ist es der Versandhandel, morgen der Ferndoktor, der die Patienten per Internet berät und durch das Gesundheitswesen schleust. Nicht nur die Apotheker für sich, die Gesundheitsberufe
insgesamt sollten Geschlossenheit zeigen und notfalls wie die Gewerkschaften geschlossen miteinander auf die Straße gehen. Geht es uns Apotheker wirklich nichts an, wenn Verdi zum Beispiel fordert, dass Fachärzte in Krankenhäusern auch ambulant behandeln dürfen sollten?
Äußerungen des Sachverständigenrates haben mich zur Gründung der Gesundheitsinitiative www.loeffelabgeben.de veranlasst. Nach meiner Ansicht muss die Bevölkerung vor Kamikaze Gesundheitsprogrammen, vor Politikern und Sachverständigen geschützt werden, die z.B. bei Preisvergleichen keinen Unterschied zwischen Arzneimitteln und Süßigkeiten, insbesondere Schokolade, wahrnehmen. Arzneimittel sind schon nach dem Gesetz keine Geschmackssache. (siehe Contergan! Geschmacklos ausgedrückt: der Schlaf wird länger, Arme und Beine kürzer!) Gutachter Eberhard Wille will die Preisbindung der zweiten Hand für nicht verschreibungspflichtige Präparate aufheben. Für die "Unterbindung jedes Preiswettbewerbs zwischen Apotheken" gebe es keine medizinischen, sozialen oder ökonomischen Gründe. Wille vergleicht Arzneimittels mit Schokolade. Nachdem die Preisbindung gefallen sei, habe Schokolade nur noch die Hälfte gekostet. "Es sei nicht einzusehen, dass " Aspirin von Freilassing bis Flensburg den gleichen Preis aufweist".
Initiative gestartet
Offiziell habe ich den Start der Initiative „www.loeffelabgeben“ auf den Weltgesundheitstag vorgezogen, nachdem ich von der Verdi-Kampagne „Gesundheit für alle!“ gelesen hatte. Im Internet habe ich mich über diese Kampagne informiert. Eine praktikable Lösung bietet Verdi nicht an, dafür viele Schlagworte. Wenn die Gesamtbevölkerung in den Genuss des medizinischen Fortschrittes kommen soll, sind auch etwaige Wirtschaftlichkeitsreserven bei unserer Altersstruktur nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und ganz schnell verdampft.
Gesundheit für alle! Diese Forderung ist richtig! Die Annahme, es ist auch für alle genug Geld im Gesundheitswesen da, ist dagegen völlig falsch! Wer hiervon ausgeht, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und anscheinend manche Gesundheitspolitiker, muss einfach bei völlig unrealistischen und unsinnigen Forderungen für eine Gesundheitsreform landen. Es ist unredlich, im Supermagazin Gesundheit einfach die Preisschilder am Regal zu vertauschen, damit man an der Kasse alles bezahlen kann. Und es ist fantasielos!
Deshalb können ab sofort Patienten ihren Löffel in den Apotheken abgeben, die ihre Beteiligung an dieser Aktion durch den Aushang des Plakates „Löffel tauschen signalisieren. (Eine positive Resonanz bei Kollegen gab es bereits aufgrund von Veröffentlichungen in der pharmazeutischen Fachpresse, Veröffentlichungen in den Zeitungen anderer Gesundheitsberufe sollen folgen. Das Plakat, das sich jeder aus dem Internet herunterladen kann, eignet sich nämlich auch gut zum Aushang für Arztpraxen und andere Gesundheitsberufe)
Die Beschwörung
Aus den Patientenlöffeln soll zur Bundestagswahl ein pharmazeutischen Amulett geformt werden. Dieses Amulett soll den faulen Zauber angekündigter Gesundheitsreformen beschwören. Auch der Flaschengeist „Versandhandel“ soll bei dieser Gelegenheit in seine Flasche zurückgetrieben werden, in der er als Schnapsidee geboren wurde. Ein Cocktail aus Mumienstaub, Hexenkraut und in Blei gegossenen Krähenfüsse, garniert mit faden Spinnenbeinchen, ergibt eine Zaubertinte für die Patienten, die möglicherweise auch die Kreuzchen bei der Bundestagswahl am 22. September wandern lässt.
Placeboeffekt in der Schule
Derweil träume ich weiter davon, das „Pharmazeutische Betreuung“ sich selbst finanziert. Ich finde es gar nicht witzig: zur Existenzsicherung müssen wir den Patienten jede „überteuerte Sch....“ verkaufen, damit wir uns auf der anderen Seite wie Pharmazeuten fühlen dürfen, auf die die Bevölkerung nicht verzichten kann. Unsere Berufspolitik hat in diesem Punkt versagt. Es ist meines Erachtens völlig falsch, es der Moral, der Auffassung und des Sachverstandes jedes einzelnen von uns zu überlassen, ob er so einen Mist verkaufen darf oder nicht. Da hätte sich die Berufsvertretung in der Vergangenheit als Saubermann und Verbraucherschützer betätigen und auch den einen oder anderen Konflikt mit der pharmazeutischen Industrie, Ärzteschaft etc. riskieren müssen. Therapiefreiheit kann auch nach Ansicht von Ärzten nicht alles rechtfertigen! Das hätte unsere Position nicht nur gestärkt sondern jeden Zweifel an unserer Existenzberechtigung im Keim erstickt. (Schließlich kaufen in Apotheken auch Gesundheitspolitiker ein.)
Den Visionen des Kollegen Stephan Iskenius folge ich gerne, was den ganzheitliche Ansatz an sich angeht. Der gerade hat mich zu meiner Kulturarbeit, der Förderung des Selbstschöpferischen unter dem Gesundheitsaspekt animiert. Daraus allerdings ein Geschäft zu machen, lehne ich ab. Vielmehr müssen ganz neue Sichtweisen bei der Prävention Einkehr halten. So muss z.B. der Placeboeffekt Bildungsziel in der Schule werden. Körper und Geist müssen wieder verschmelzen. Jeder muss im Rahmen seiner Schulausbildung den Glauben an die Heilkraft seines Körpers so erfahren, dass er das, was der Placeboeffekt auslösen würde, bei Bedarf in sich erzeugen kann. Keine Zukunft für die Apotheke sehe ich in ihrem Umbau zu einem esoterischen „Vital-Balance-Tempel“, mit dem Apotheker als Hohepriester. Die Apotheke von Inneneinrichterseite so gestalten zu wollen, dass der Apothekenkunde zum Einkauf verführt wird, halte ich für ebenso bedenklich wie viele der in Fachzeitschriften immer wieder auftauchenden Ratschläge bezüglich der Erzielung von Zusatzverkäufen. (OK, wenn die Produkte dem Kunden wirklich weiterhelfen) Was passiert aber, wenn ein Handbuch erscheint „Die faulen Tricks der Apotheker. So wird mehr Umsatz erzielt!“ in dem diese Ratschläge verkaufspsychologisch durchleuchtet werden?
Nur der Löffel bringt uns weiter
Wir müssen uns auf allerhand gefasst machen. Auf irgendwelche existenzsichernde Nebengeschäfte können wir uns da nicht verlassen. Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln muss weiterhin unter Rahmenbedingungen erfolgen, die das wirtschaftliche Überleben der Apotheken sichert. Versandhandel verzerrt den Wettbewerb so, dass die flächendeckende Akutversorgung durch Apotheken nicht mehr gewährleistet sein wird.
Man kann es bei der „Initiative pro Apotheke“ belassen, oder man legt persönlich noch einen Löffel drauf. Schon im direkten Vergleich wiegen Körbe voller Löffel schwerer als Unterschriftenordner. Dies gilt sicher analog auch für die öffentliche Aufmerksamkeit! Senden Sie mir deshalb bitte möglichst viele Löffel.
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