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Die Mercatorhalle in Duisburg soll auf den Hund
kommen, damit sie eingeschläfert werden kann!
Die Mercatorhalle, im
kulturellen Herzens Duisburgs gelegen, prägt das Stadtbild in
einzigartiger Weise. Jetzt soll die Bevölkerung von ihr Abschied nehmen,
weil die Stadt an ihrer Stelle ein Geschäftszentrum mit Spielcasino
plant. Das Geld Spielsüchtiger soll die leeren Kassen der Stadt füllen.
Ein Freundeskreis für den Erhalt der Mercatorhalle hat über 14 000
Unterschriften gesammelt und will einen Bürgerentscheid herbeiführen,
sobald der Rat den Abriss der Mercatorhalle beschließt. Ihm ist es auch
zu verdanken, dass die Halle u.a. wegen ihrer architektonischen Qualität
vorläufig unter Denkmalschutz gestellt wurde. Sprecher und Motor des
Freundeskreises ist Peter Schlieper, der mit seinen Aktivitäten auch
schon einmal über das Ziel hinausschießt. So wollte er zum 39.
Geburtstag der Mercatorhalle 468 Grabkreuz, für jeden Monat des
Bestehens ein Kreuz, auf dem Rasen vor der Halle postieren. Diese
Absicht gab er nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung auf. Sein
Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Halle zu lenken, hatte er wieder einmal
erreicht. Den Geburtstag der Mercatorhalle wollte er aber in jedem Fall
feiern.
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Deshalb lud er den
Meidericher Apotheker und Maler Rudolf Kley zu einer entsprechenden
Aktion ein. An Stelle der Grabkreuze sollte jetzt ein Wahlkreuz treten,
ein Kreuz, das die Bürger beim Bürgerentscheid für den Erhalt der Halle
machen sollen.
Ein Kreuz aus 468
Luftpumpen. Das City-Management winkte ab. Kein Platz hieß es, der für
die Aktion vorgesehene Platz würde angeblich für das Rahmenprogramm
einer Autoshow in der City benötigt.
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Also wurde ein Umzug des
Kreuzes erforderlich, für den sich auch schnell der reißerische Titel
Kreuzzug fand und eine Demo angemeldet. Das Kreuz sollte jetzt in der
Nähe des Lebensretters von Nikki Saint de Phalle aufgestellt werden. Der
Lebensretter sollte zum Schutzpatron der Mercatorhalle avancieren. Eine
Mahnwache wurde am 1. September vor der Mercatorhalle aufgestellt. Die
Demo wurde abgesagt, weil sich aus verschiedenen Gründen - so fand
parallel eine Antikriegsveranstaltung statt- keine imposante Menge
Abrissgegner einfand. Ursprünglich sollten die Teile des Kreuze von den
Demonstranten über die Königstraße gezogen werden. Das fiel jetzt auch
aus. Das Kreuz wurde dafür direkt auf der Düsseldorferstraße im Bereich
des Informationsstandes aufgebaut, in Sichtweite des Lebensretters, der
ab und zu herübersah.
Jedenfalls
schien das so. Rudolf Kley hat da
seine eigenen Erfahrungen gemacht und schildert sie so:
"Am 1. September haben
wir auf der Düsseldorferstraße in Höhe der Stadtbibliothek ein Kreuz aus
Luftpumpen aufgebaut. Eine Luftpumpe stand für einen Lebensmonat der
Mercatorhalle. Die Passanten sollten so animiert werden, ihr Kreuz beim
Bürgerentscheid für die Mercatorhalle zu machen.
Als ich über die
Luftpumpen zum Lebensretter von Nikki de Saint Phalle schaute, trafen
sich unsere Blicke. Im gleichen Augenblick küsste mich die Muse und mir
ging ein Licht auf: die Mercatorhalle braucht nicht einen Lebensretter,
sie braucht ganz viele. Der Lebensretter ist optisch schon zum Symbol
für unsere Stadt geworden. Jetzt kann jeder Duisburger in diese Rolle
schlüpfen, wenn er den Freundeskreis für den Erhalt der Mercatorhalle
mit einer Spende unterstützt, zu der er durch eine Grafik von mir
animiert wird. Um den Bürgerentscheid zum Erfolg zu führen, muss die
Werbetrommel kräftig gerührt werden. Das kostet viel Geld. Der
gemeinnützige „Freundeskreis zum Erhalt der Mercatorhalle e.V." braucht
deshalb Geld. Der Sprecher des Kreises, Peter Schlieper hat einen Betrag
von 80 000DM erwähnt.
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Jetzt gibt es diese
Grafik. Die Grafik ist nicht nur bunt. Sie enthält auch gegenständliche
Züge. Über einem gelben Luftpumpenfeld schweben die Lebensretter gen
Himmel. Sie steigen in der rechten unteren Ecke auf. (aus Gründen der
Komposition, keine politische Verheißung) Gegenüber kann man den
gläsernen Hut erkennen, den sehr viele Duisburger als Wahrzeichen
vermissen. Er trägt als Mahnung die Mercatorhalle als Hut, nach dem
Motto: „Auf der Hut sein. Die Stadt ist immer ganz schnell mit dem
Abrissbagger dabei!" (Beispiel Schwimmbad Meiderich) Das Schwarze ist
das "Dressler-Loch". Unter der Grafik befindet sich ein Feld, in dem ein
gelbes Stück Raufasertapete eingeklebt ist. Ein Stück von der Tapete,
die für die
ursprüngliche Aktion am 2. September vor der Mercatorhalle vorgesehen
war. Es ist die gleiche Tapetenrolle, auf der auch mein
Guinnessrekordbild gemalt wurde. Wenn diese Rolle aufgebraucht ist, gibt
es keine Grafik mehr. Die Anzahl der Grafiken ist dadurch begrenzt. Eine
wirklich einmalige Aktion. Die signierte Grafik kostet 25,00 DM. Wem
diese Grafik nicht so recht gefällt, kann die Aktion durch den Kauf der
Grafik "Lebensretter oder Lebensbaum " unterstützen. Er bekommt es
dann auch schwarz auf weiß:
An dieser Stelle wollten die Freunde für
den Erhalt der Mercatorhalle prominente und weniger prominente Besitzer
der Grafik vorstellen. Den Anfang machte der WDR-Fernsehkoch Horst
Lichter. Es gibt sicher noch andere Orte in der Welt, wo man gut essen
gehen kann. Doch das Essen in "Lichter´s Oldiethek" in Butzheim
(Gemeinde Rommerskirchen Kreis Neuss) ist ein Erlebnis für sich, ein
Gesamtkunstwerk und dieser Koch ein wahrer Zauberkünstler. Andere
Künstler - von Heino bis Udo Jürgens - erinnerten sich gerne an ihre
Auftritte in der Mercatorhalle und waren bereit, die Freunde für den
Erhalt der Mercatorhalle zu unterstützen. Diesem Engagement kam das
"Aus" für den Bürgerentscheid zuvor. Aus dem gleichen Grund unterblieb
auch der Versuch von Rudolf Kley, einen neuen Guinnessrekord auf
zustellen. Das war geplant:
Titanic trifft Kölner Dom.
Guinnessrekord:
Duisburger Stadtbild
länger als der Kölner Dom hoch ist und dreimal so breit wie die Titanic.
Geburtstagsgeschenk für die Mercatorhalle.
Duisburger in aller Welt können mitmachen.

Das Bild soll die Porträts Duisburger Bürger zeigen. Das
Bild nimmt die hier vorausgesetzte Größe (154x98m) schon dann an, wenn nur 10
000 der Bürger mitmachen, die für den Erhalt der Mercatorhalle unterschrieben
haben.
Die Teilnahme an diesem Guinnessrekord kostet nur 5 Euro.
2,5 Euro davon gehen an den FEM zur Finanzierung des Wahlkampfes für den Bürgerentscheid
für den Erhalt der Mercatorhalle. 2,5 Euro werden benötigt, um die nach
Andy-Warhol-Manier bearbeiteten Porträts in Postkartengröße nach einem
besonderen Verfahren auf Leinen zu drucken.
Dies macht die Firma Bob-Aurel.
(Das
Bild wird in jedem Fall gedruckt, unabhängig von der Teilnehmerzahl)
Geeignet ist jedes Foto, das den Kopf der abgebildeten
Person gut wiedergibt. Am besten also Fotos, wie sie auch für den
Personalausweis benötigt werden. Da es auf einer 1 Meter breiten Leinenbahn
gedruckt wird, kann man mit dem Bild theoretisch und hoffentlich auch praktisch
anlässlich ihres 40. Geburttages die Mercatorhalle mehrmals umwickeln und noch
eine beeindruckende Geburtstagschleife daraus machen. Alle Beteiligten hoffen,
das das Bild aber schon vor dem Bürgerentscheid
auf der Königstrasse in der Duisburger City ausgerollt werden kann. Die Fotos können
z.B. an den Informationsständen der FEM abgegeben werden, die auf Wochenmärkten
für die gute Sache wirbt. Oder man wendet sich direkt an Rudolf Kley, Tel.
0203/442999 (Löwen-Apotheke).
Rudolf Kley, der schon 1983 einen Guinnessrekord für die
„längste abstrakte Bildfolge“ anlässlich des Duisburger Stadtjubiläums
aufgestellt hat, glaubt auch ganz fest an diesen Guinnessrekord: „So ein
großes Stadtbild gab es noch nie, und konnte es auch nicht geben, weil die
Technik der Firma Bob-Aurel ganz neu ist. Dieses Stadtbild, diese
Momentanaufnahme der Duisburger Bevölkerung ist ein ganz wichtiges Zeitdokument
und ein „Meilenbild“ für die Demokratie. Die 5 Euro sind gut angelegt.
Jeder Bürger ist willkommen, der Duisburg gut gesonnen ist oder eine besondere
Beziehung zu Duisburg z.B. deshalb hat, weil er hier geboren wurde!"
"...mit Baukunst oder gar
Baukultur hat dieser Entwurf etwa soviel zu tun, wie eine Sylvesterrakete mit
dem Apollo-Projekt." Johannes Stumpf zu dem vom Rat der Stadt
Duisburg abgesegneten "Entwurf" der Firma Chapman
Taylor Brune.
Hier finden Sie
fachkundige Kritik an dem Abriss der Mercatorhalle.
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