Der Maler Rudolf Kley
Rudolf Kley wurde 1946 in Wolfenbüttel geboren und lebt seit 1951 in
Duisburg - Meiderich. Seit 1976 leitet er dort die Löwen-Apotheke in der
Bahnhofstraße.
Die Malerei von Rudolf Kley ist zeitlos. Der Wiener Künstler Prof. Milan
Wirt hat sie schon 1978 treffend beschrieben: „Ein mutiger Maler, der
Impressionen in elementar starke Farbflächen umzusetzen weiß und trotz
fauvistischer Farbgebung nie das harmonische Ganze zerstört. Er sucht
die Auseinandersetzung mit der Natur, experimentiert mit unbeirrbaren
Willen ohne Unsicherheit zu zeigen und prägt klare Archetypen. Sein Werk
hinterlässt im Beschauer den nachhaltigen Eindruck geballter Farbkraft
eines glaubhaften und enorm aktiven Künstlers."
Die Malerei verschafft Rudolf Kley Erfolgserlebnisse besonderer Art.
Jeder Mensch kann diese Erfolgserlebnisse haben. Jeder Mensch ist ein
Maler. Die Kinder malen unbefangen, bei den Erwachsenen verliert sich
leider der Spaß an der Malerei.
Rudolf Kley spürt den Ursachen dafür nach. Er möchte die Faktoren
ausschalten, die Kreativität beim Malen dämpfen, Angst vor der eigenen
Courage machen. Seine Botschaft heißt: Die Gesetze des Kunstmarktes
missachten und zu den eigenen Maßstäben finden! Mit der Luftpumpe in der
Hand kämpft er für die Freiheit der Malerei und bahnt sich einen Weg im
Kunstmarktdschungel. Er führt die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für
Kunst ein und zeigt auf den subjektiven Charakter aller
Qualitätsmaßstäbe. Aus 30 000 gelben Luftpumpen will er van Goghs
letztes Bild „Weizenfeld mit Raaben" rekonstruieren. Seit über 14 Jahren
sammelt er Luftpumpen für diesen Zweck, jetzt mit Schwerpunkt Münster.
Für Rudolf Kley besitzt jeder Mensch die Fähigkeit, Erleben,
Seelenzustand und Weltanschauung in ganz individuellen und dadurch schon
für sich wertvollen Bildern auszudrücken. Im Gegensatz zur Kunstmarkt-
und Expertenmeinung kann ihm die Bilderflut deshalb gar nicht groß genug
sein. Unter dieser Bilderflut leidet nach seiner Meinung nicht „die
Qualität", weil es sie ebenso wenig wie „die Kunst" gibt. Vielmehr
entsteht eine neue Qualität. Die Stützpfeiler dieser Qualität sind
Glaubhaftigkeit und Authentizität. Wer diese in seinen Bildern auslebt,
kann auch im Alltag nicht von ihr lassen.
Internet, Berichte in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen über seine
Ausstellungen und Aktionen tragen sein Anliegen weiter. Widersprüche
sorgen dabei für einen hohen Aufmerksamkeitswert. 1981 behauptet Rudolf
Kley z.B. „Kunst ist Kohl" und stellt wenig später einen Guinnessrekord
im Malen auf.
1990 hat Rudolf Kley zum 100. Todesjahr von Vincent van Gogh einen
Kalender herausgegeben: „Vincent 1990. Ich male, also lebt van Gogh!"
Oberbürgermeister Josef Krings hat das Grußwort geschrieben. Die letzten
Sätze daraus werden als Aufforderung für Rudolf Kley auch in Zukunft
ihren Wert behalten: „Van Gogh, Beuys, Sonnenblumen oder Luftpumpen –
nicht niederknien, sondern mutig selbst arbeiten. Kreativität ist Leben
und Kunst auch."
Wolfram Müller, Basel (März 2001)
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